Er kann zaubern, der Gert Weber.

Als er uns vor Jahrzehnten einen riesigen, bequemen Couchtisch konstruiert hatte – bestehend aus ewig-widerstandsfähiger Glasplatte und silbern verchromtem Stahlrahmen –, da dachte ich: fabelhaft funktional, schön, solide. Und nicht gerade billig.

Mittlerweile aber wuchs das Möbel zum magischen Mittelpunkt. Es verbindet und harmonisiert. Kein Champagnerglas kann zu vornehm sein für dieses Tisches Toleranz, kein Zeitungsstapel zu banal. Kein dickes Lexikon zu schwer.

Webers Wunderwerk ist allem gewachsen.
Und dürfte uns alle überleben.

Joachim Kaiser